AUSWAHL · 2 MINUTEN LESEZEIT

Eine kleine Serie statt vieler Bilder

Eine Serie beginnt nicht erst bei der Auswahl. Schon beim Fotografieren lässt sich eine kleine gemeinsame Frage festlegen: Wie verändert sich ein Gegenstand im Tageslicht? Welche Formen wiederholen sich auf einem kurzen Weg? Oder wie wirken drei Ansichten desselben Raums? Ein enges Thema erleichtert später die Entscheidung.

Eine Verbindung festlegen

Die Bilder können durch Farbe, Form, Abstand oder Licht miteinander verbunden sein. Eine einzige klare Gemeinsamkeit reicht häufig aus. Wenn jede Aufnahme eine andere Idee verfolgt, wirkt die Serie schnell beliebig. Gleiche Bildformate und eine ähnliche Helligkeit können den Zusammenhang unterstützen, ersetzen aber keine gemeinsame Beobachtung.

Unterschiede zulassen

Drei Bilder müssen sich nicht nur wiederholen. Eine Übersicht, eine nähere Ansicht und ein Detail ergeben oft eine gut lesbare Folge. Ebenso kann eine Serie aus drei ähnlich großen Ansichten bestehen, wenn sich darin etwas Wesentliches verändert. Wichtig ist, dass jedes Bild einen eigenen Beitrag leistet und nicht nur eine schwächere Variante des vorherigen ist.

Die Reihenfolge testen

Für die Auswahl hilft eine kleine Ansicht aller Kandidaten. Zuerst dürfen fast gleiche Bilder ausscheiden. Anschließend werden drei Aufnahmen in unterschiedliche Reihenfolgen gebracht. Welches Bild öffnet die Folge? Welches verlangt nach dem nächsten? Und bei welchem ist ein Ende spürbar? Eine kurze Pause zwischen zwei Auswahlen schafft oft den nötigen Abstand.

Die fertige Serie darf klein bleiben. Ein Satz zum gemeinsamen Gedanken kann sie ergänzen. Muss dieser Satz jedoch erklären, was in den Bildern gar nicht erkennbar ist, lohnt sich noch einmal ein Blick auf die Auswahl.